Historie Zeitgemäß mit Tradition


In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich das kleine Oberlausitzer Weberdorf Oppach am Fuß des Bieleboh-Berges innerhalb weniger Jahre zu einer modernen Siedlung mit fast 3.000 Einwohnern. Im Mittelpunkt der Industrialisierung stehen die Werkstätten und Fabriken einer florierende Stein- und einer weit über die Oberlausitz bekannten Textilindustrie. 


In den vielen hart arbeitenden Fabrikarbeitern der Gemeinde Oppach und der Umgebung sieht der sächsische Unternehmer Richard Wenzel (1857 - 1924) ideale Kunden für die Produkte einer Destillation und Obstkelterei.

Deren Grundstein legt Richard Wenzel im Jahr 1886 an der Königlich Sächsischen Chaussee in Oppach. Die gleichnamige Firma wird schließlich am 4. Februar 1886 ins Handelsregister eingetragen.


Wenzels Geschäftsidee fruchtete: Die Produkte der Firma Wenzel wurden auf Messen und Gewerbeausstellungen u.a. in Berlin und Frankfurt mehrfach prämiert. Das Unternehmen wurde in mehreren Schritten erweitert und 1907 das Café Wartburg mit öffentlicher Badeanstalt eingerichtet. 


Aufgrund von Umsatzrückgängen und Steuererhöhungen kann Richard Wenzel seine Kredite nicht mehr bedienen.

Bei der Zwangsversteigerung erhält die Firma Hermann Meyer & Co AG aus Berlin den Zuschlag. Diese produziert und vertreibt neben Säften, Weinen, Likören, Konserven und Kaffee auch ein Mineralwasser der Marke „Donnerwetter tadellos“, benannt nach einer populären Musik-Revue von Paul Lincke.


Einen Tag nach dem Attentat Österreichs Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo kauft die Firma E. L. Kempe aus dem nahen Wilthen das Fabrikgrundstück inkl. aller Immobilien und technischen Einrichtungen. Trotz wirtschaftlich wechselhafter Zeiten sind die Produkte  

der E. L. Kempe & Co. AG aus Oppach bis in die 30er Jahren deutschlandweit beliebt, nicht zuletzt aufgrund hoher Werbeausgaben und origineller Ideen. So komponiert der populäre Musiker Leopold Maaß aus Berlin Werbeschlager für die Oppacher Erzeugnisse.


Die Erben Richard Wenzels verkaufen das Café Wartburg und den Betrieb an die benachbarte E. L. Kempe & Co. KG. Das ehemalige Cafe dient fortan der Förderung sozialer Belange – mit Gemeinschaftsraum, Gymnastikraum und betriebseigenem Kindergarten.


Nach Wiederaufbau, der Enteignung und Überführung in einen volkseigenen Betrieb geht das Unternehmen an „VEB Weinbrand Wilthen“ über. Die Firma E. L. Kempe & Co. KG wird aus dem Handelsregister gelöscht. Um die Wasserversorgung sicher zu stellen, wird auf dem Betriebsgelände ein neuer, mehr als 150 Meter tiefer Brunnen gebohrt.


Als Betriebsteil der „Lausitzer Früchteverwertung Sohland“ erfolgt die Umstellung auf ausschließlich alkoholfreie, mit Kohlensäure versetzte Getränke. Hauptprodukt ist in den folgenden Jahren neben der „Apfel-Perle“ die „Orangen-Perle“, die bis heute Kultstatus besitzt. Um die hohe Nachfrage zu decken, müssen in den heißen Monaten Kollegen aus anderen Betrieben bei der Produktion helfen. Trotz zahlreicher technischer Neuerungen bleibt die beliebte Orangen-Perle bis zur friedlichen Wende Mangelware und ist streng rationiert.


Die Treuhandanstalt stimmt der Übernahme durch die Odenwaldquelle aus Heppenheim zu.
Die Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG wird gegründet. Das Unternehmen übernimmt
alle Beschäftigten und investiert mehr als eine Million Mark in den alten Standort.
 Parallel reifen die Pläne für einen Neubau.


Im Oppacher Gewerbegebiet „Wassergrund” wird eine neue Abfüllanlage in Betrieb genommen. Zwei neu erschlossenen Brunnen bilden die Grundlage für Mineralwasser und zehn verschiedene Erfrischungsgetränke. Fortan ist der Pegasus das Markenzeichen der Oppacher Mineralquellen. Lt. der griechischen Mythologie soll dort, wo seine Hufe auf Gestein treffen, ein neuer Quell entspringen.


Eric Schäffer leitet die Geschicke der Oppacher Mineralquellen – bis heute als regional verwurzeltes Familienunternehmen.


Das Unternehmen entwickelt sich gut. Infolgedessen wird in eine hochmoderne Abfüllanlage für PET-Flaschen investiert. Die Oppacher Mineralquellen produzieren fortan mit einer Kapazität von 12.000 (PET) bzw. 25.000 Flaschen (Glas) pro Stunde – täglich kontrolliert durch das eigene Labor und regelmäßig geprüft von einem anerkannten externen Labor.


Unser Unternehmen wird u.a. mit dem „Dresdner
Marketingpreis
“ und dem „Oberlausitzer Unter-
nehmerpreis“ ausgezeichnet.


Von Oppach aus führt der Oppacher Brunnenpfad über insgesamt 4,4 Kilometer durch schattige Täler und über sanfte Höhen. Dabei informieren acht Schautafeln über die Heimat des Oppacher Mineralwassers.


Die Oppacher Mineralquellen bringt als erster Brunnen der neuen Bundesländer BIO-Produkte auf den Markt – die Getränke der Marke „Oppacher AQUABIO“ sind bis heute fester Bestandteil des Oppacher Sortiments. 


Oppacher Mineralwasser Medium erhält erstmals den Superior Taste Award für Premiumqualität in Brüssel, zwei Jahre später sogar mit der höchsten Auszeichnung von 3 Sternen. Es gelingt Oppacher als einzigem Brunnen in den neuen Ländern diese renommierte Auszeichnung auch in den Folgejahren 2013 und 2015 erneut zu gewinnen.


Die Oppacher Mineralquellen unterstützen das nahe gelegene Biosphärenreservat „Oberlausitzer Teich- und Heidelandschaft“ im Rahmen einer gemeinsamen Aktion. 


Im 130. Jahr ihres Bestehens ist die Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG ein 
modernes sächsisches Unternehmen. Heute sind die beliebten Mineralwässer und die
mehr als 25 Oppacher Erfrischungsgetränke ein fester Bestandteil der Gastronomie- und Handelslandschaft in Dresden, Sachsen und den angrenzenden Bundesländern.

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